Kasseckert für Love-Family-Park

Die Entscheidung des Regierungspräsidiums, die zum Aus für den Love-Family-Park in Hanau führt, wertet CDU-Landtagskandidat Heiko Kasseckert als einen rein formalen Akt einer Verwaltung ohne Fingerspitzengefühl. „Es geht in dieser Frage nicht um eine juristische Bewertung, sondern darum, ob eine sich etablierende Veranstaltung mit weit überregionaler Strahlkraft durch die bloßen Einsprüche des Naturschutzes kaputt gemacht werden kann.

Der Love-Family-Park hat inzwischen für Hanau die Bekanntheit und das Image positiv gefördert und er stößt auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. „Deshalb muss nicht jeder die Musik mögen, aber es gehört zur immer wieder geforderten Toleranz, Angebote für alle Zielgruppen und Altersklassen zu organisieren“. Gerade die Veranstaltung in diesem Jahr war ein Beispiel von friedlichem Miteinander und Feiern junger Menschen. „Entscheidungen wie diese, zerstören das Vertrauen in Politik und Verwaltung und zwar ganz besonders bei einer Generation, die wir an Teilhabe und Mitwirkung heranführen müssen, so Kasseckert.
 
Den Vorschlag, einfach eine andere Fläche zu suchen, hält er für wenig sinnvoll. „Das zeigt, dass eine Verwaltung so keine rechte Ahnung von dem hat, was dort stattfindet“. Kasseckert will damit den Naturschutz nicht generell und grundsätzlich in Frage stellen. Die Abwägung der Schutzgüter Mensch und Natur müsse aber überdacht werden. „Wenn wir wollen, dass Menschen die verschiedenen Schutzgüter achten, dann dürfen wir sie nicht absolut davon ausschließen, sondern müssen nach Wegen suchen, wie man Kompromisse finden kann“. Er bedauert, dass es offensichtlich zwischen RP und Stadt nicht zu Gesprächen sondern nur zum Schriftverkehr gekommen ist. „Damit löst man kein Problem, man versteckt sich hinter Paragraphen“.
 
Kasseckert appelliert an den Regierungspräsidenten, das Gespräch zu suchen. Während in der Abwägung offenbar schon der Nutzen für die Stadt und die Region falsch eingeschätzt wurde, sei auch die Bewertung eines Gutachtens zu überdenken. Er schlägt vor, zwei weitere Jahre mit einer Ausnahmegenehmigung zuzulassen und durch ein gemeinsames Monitoring der Veranstaltung die Veränderung von Flora und Fauna zu untersuchen. „Von diesen beiden Malen wir die Natur am Main nicht kaputt gehen. Aber es wäre dann eine ausreichende und verlässliche Grundlage der Entscheidung vorhanden und nicht nur theoretische Annahmen und Spitzfindigkeiten“, so Kasseckert. Dass es geht, zeigen die Feste am Main, wie das Johannisfeuer oder auch das Bürgerfest in Hanau.

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