Absage an rot/grüne Einheitsschule

Kasseckert: Wahlfreiheit und Vielfalt im Schulsystem erhalten

Zu einem Feriengespräch trafen sich der CDU-Landtagskandidat Heiko Kasseckert und der Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule, Jürgen Scheuermann. Vor Beginn des neuen Schuljahres machte sich Kasseckert ein Bild von den räumlichen Voraussetzungen der Karl-Rehbein-Schule, in der mit Mitteln des Konjunkturprogramms des Landes in den vergangenen Jahren mehrere Million Euro investiert wurden. „Der Neubau der Mensa als Kommunikationspunkt der Schule oder auch die schrittweise Erneuerung und Sanierung aller Räume machen deutlich, wie wichtig Schule dem Träger ist.“ Scheuermann schloss in dieses Lob ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau und dem früheren Stadtrat Piesold ein. Er unterstrich zudem die Notwendigkeit des Zusammenwirkens zwischen Stadt und Land, verbunden mit dem Appell, die Kommunen auch künftig nicht alleine zu lassen. Es sei für Schulen unerlässlich, moderne Arbeitsplätze und Technik, wie etwa interaktive Tafeln, zeitgemäße Schulbücher oder auch Differenzierungsräume anbieten zu können.

Die Frage nach dem Schulsystem G8 oder G9 durfte bei dem Besuch natürlich nicht fehlen. In der Karl-Rehbein-Schule wird ab dem Schuljahr 2013/2014 beides angeboten. „Damit besteht für Schüler und Eltern ein Maximum an Wahlfreiheit und die Möglichkeit, verschiedene Begabungen zu fördern und privatem Engagement in Vereinen und Kirchen Rechnung zu tragen“, so Kasseckert. Man müsse nunmehr abwarten, wie sich Elternwille und Schulangebot aufeinander abstimmen lassen. Wichtig sei neben der Wahlfreiheit aber vor allem die Beibehaltung der Vielfalt im Hessischen Schulsystem. Damit erteilte der CDU-Landtagskandidat den rot/grünen Vorschlägen, die quasi eine Einheitsschule von der 1. bis zur 10. Klasse vorsehen, eine deutliche Absage. Schulen müssten auch künftig Angebote für verschiedene Begabungen und Veranlagungen bereithalten. Dazu zählt der Christdemokrat sowohl die Qualitätssicherung an Gymnasien als auch die notwendige Lehreraus- und -fortbildung.
 
Das Land kann hier auf einen Kraftakt in den vergangenen Jahren verweisen. „Noch nie gab es so viele Lehrer bei so wenig Schülerinnen und Schülern.“ Die flächendeckende Lehrerversorgung liege bei durchschnittlich 104 %. Zum Schluss der rot/grünen Regierungszeit lag die Unterrichtsabdeckung hingegen nur bei 82,8 % - der Ausfall von Schulstunden war damit vorprogrammiert. Scheuermann bestätigte, dass durch die Verbesserung der Lehrerversorgung heute mehr Angebote für Stützkurse, Profilierungen oder auch Kompetenzförderungen möglich sind. Dies könne beispielsweise auch für Integrationsangebote oder für die Stärkung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik genutzt werden. Bedarf sieht Kasseckert jedoch auch in dem weiteren Ausbau von Betreuungsangeboten an Schulen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stützen zu können. Dies erfordere nicht ausschließlich räumliche Veränderungen, sondern auch eine an die Schule übertragene Flexibilität in der Organisation. Sie fördere, so Kasseckert, den Leistungsgedanken an Schulen und damit die Kreativität – zwei Faktoren, die der CDU-Landtagskandidat auch mit Blick auf die internationale Wettbewerbssituation für sinnvoll hält.
 
Die mit 1.850 Schüler belegte Karl-Rehbein-Schule habe sich einen hervorragenden Namen erarbeitet, sagte Kasseckert abschließend. Für den Ausbau und die Fortsetzung auf diesem Weg bot er gerne seine Unterstützung an.

 

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