Wohnraum schaffen - Bezahlbarkeit sichern

Kolumne Mai 2016

Die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main gehört zu den stärksten Wachstumsregionen in Deutschland. Immer mehr Menschen kommen nach Hessen und besonders in das Rhein-Main-Gebiet, um dort zu leben, zu wohnen und zu arbeiten. Der frühere Trend „Raus auf‘s Land“ hat sich umgekehrt. Die Menschen suchen den Ballungsraum und dort die Verbindung zwischen Urbanität und Entspannung. Der Raum Hanau gehört zu den beliebten Wohngegenden. Das ist für Kommunen Chance und Herausforderung zugleich. Denn Wohnraum wird knapp, und die Preise steigen.

Verstärkt wird diese Entwicklung durch den Zuzug von Flüchtlingen. Überall waren die Kommunen gezwungen, freie Wohnraumangebote für die Unterbringung der Flüchtlinge und Asylbewerber zu nutzen. Gefordert ist nun die Politik, schnell Grundstücke bereitzustellen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Land Hessen unterstützt Investoren und Kommunen mit Fördermitteln, der Beseitigung bzw. Vereinfachung von Planungshemmnissen und auch mit der Gewährung von Darlehen.

Besonders sind die Kommunen mit der Bereitstellung von Flächen gefordert. Unsere Region hat noch ausreichend unbebaute Wachstumsflächen. Diese und auch bislang brachliegende bzw. innenliegende Flächen, die für eine Umnutzung geeignet sind, müssen schnell entwickelt werden. Der Bedarf für freistehende Häuser, Reihen- oder Mehrfamilienhäuser ist groß. Wichtig sind Investitionen für alle Einkommensschichten, vom staatlich geförderten Wohnungsbau für einkommensschwache Familien, über Angebote für junge Familien und Studenten bis hin zum hochwertigen Wohnungsmarkt. Moderne Grundrisse berücksichtigen die länger anhaltende Mobilität der Bevölkerung, etwa mit dem Einbau von Aufzügen oder auch Tiefgaragen. Die Eigentumsbildung wird außerdem durch das niedrige Zinsniveau positiv beeinflusst.

Mitwachsen muss aber auch die Infrastruktur. Einkaufen, öffentlicher Personennahverkehr und die ärztliche Versorgung sind Grundvoraussetzungen, für deren Vorhandensein Politik sorgen muss. Dann können unsere Region und die Bürgerinnen und Bürger von dem Druck auf dem Wohnungsmarkt am Ende profitieren.

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