Corona-Pandemie beschäftigt Hanauer Unternehmer stark

Böhringer und Kasseckert vor Ort

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen die heimische Wirtschaft ganz unterschiedlich. Gehören Pharmazie und Chemie zu den Gewinnern, bedeuten die Einschränkungen durch die Pandemie für den Einzelhandel, verschiedene Dienstleister und die Gastronomie erhebliche Einbußen. Bund und Land haben gerade in den vergangenen Wochen aufgrund des starken Anstiegs der Infektionszahlen weitere Einschränkungen beschlossen, zum Teil sogar das Schließen von Restaurant-Betrieben, Fitness-Studios oder auch Tanzschulen verfügt. Selbst wenn mit der angekündigten Novemberhilfe – die geschlossenen Betriebe sollen bis zu 75 % des Umsatzes aus dem November 2019 erhalten – die Umsatzeinbrüche abgefedert werden, sind die Unternehmer von Sorgen geplagt.

Heiko Kasseckert, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, und der CDU-Oberbürgermeisterkandidat Jens Böhringer suchen das Gespräch mit den Betroffenen und Verbänden, wollen informieren, verstehen und helfen, bei der Ausgestaltung der Hilfen das ein oder andere noch zu erreichen. Weit überwiegend bringen die Betroffenen Verständnis für das Vorgehen der Regierung auf. Deutschland hat im europäischen Vergleich die geringsten Eingriffe und Verbote, was nur durch die vergleichsweise niedrigere Zahl der Infektionen/100.000 Einwohner möglich ist. „Dennoch gelangen auch wir an die Grenzen unseres Gesundheitswesens, dessen Überforderung wir vermeiden müssen“, macht Kasseckert deutlich. Bei den Maßnahmen der Regierung gehe es deshalb nicht um eine Bewertung der Frage, ob Hygienekonzepte in der Gastronomie oder in Fitness-Studios funktioniert haben oder nicht. Sondern schlicht darum, alle nicht notwendigen Kontakte neben Beruf, Schule, Betreuung, Versorgung und Gesundheit auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehören gesellige Veranstaltungen, Restaurantbesuche, Tanzkurse usw. – und auch der dringende Apell, in den eigenen vier Wänden die Kontakte zu Dritten einzuschränken. „Die Kontaktbeschränkung ist das wirksamste Mittel gegen eine weitere, ungebremste Ausbreitung des Corona-Virus.“

 

Aus diesem Grund kommt es aber natürlich besonders auf die Ausgestaltung der staatlichen Hilfen an, um die Betroffenen über die schwere Zeit zu helfen, sagt Jens Böhringer. Der CDU-Oberbürgermeisterkandidat sieht hier Bund und Land, aber auch die Kommunen in der Verantwortung. „Es sind oft kleine Erleichterungen, die den Unternehmern in der schwierigen Zeit neue Möglichkeiten eröffnen, etwa Außenverkaufsflächen oder die Rabatt-Aktion in Hanau. Aber auch das Nachschärfen der staatlichen Programme ist wichtig, weshalb Kasseckert jedes Gespräch zum Sammeln von Erfahrungen nutzt und diese auch in Diskussionen in Wiesbaden einbringt. Nach dem ersten Lockdown etwa zur Öffnung des Einzelhandels, im Sommer für Erleichterungen zum Verzehr am Wochenmarkt, für Angebote der Tanzschulen oder zuletzt zur Wiedereröffnung der Musikschulen und kontaktloser Sportarten. Auch bei der Gestaltung der Förderprogramme versucht Kasseckert die praktischen Erfahrungen zu nutzen. Dankbar ist er dabei für den Austausch mit der IHK, die über kurze Wege sehr repräsentativ Problembereiche aufklären kann. Das Land Hessen begleitet die Maßnahmen des Bundes mit einfachen Förder- und Kreditprogrammen über die WI-Bank, die auch von den hiesigen Unternehmern sehr gelobt werden. „Wir werden noch lange mit der Pandemie leben müssen. Und unsere Maßnahmen sind ein Prozess von Versuch und Irrtum. Wir müssen bereit sein, Dinge auszuprobieren und sie gegebenenfalls wieder zu korrigieren. Aber die Signale zur Zulassung eines Impfstoffs sollten uns zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen“, sagt der Landespolitiker. Zusammenhalt, Verständnis und Verantwortung werden uns gemeinsam auch diese Krise überstehen lassen, ist sich Böhringer sicher.

 

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