Heiko Kasseckert: „Metropolregion über Ziele und Inhalte in internationaler Spitzenposition halten“

„Zusammenarbeit über Projekte“

„Die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main gehört zu den erfolgreichsten Metropolregionen in Europa und spielt auch international in der Champions League", so der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Heiko Kasseckert. Damit dies auch so bleibe, müsse man den Blick darauf richten, was notwendig sei, um auch in 15 oder 20 Jahren noch eine Spitzenposition unter den Metropolregionen einzunehmen. Kasseckert machte deutlich, dass die Lage in der Mitte Europas, aber auch die polyzentrale Aufstellung der Region Grundlage des Erfolgs seien. „In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sind eine Reihe regionaler Initiativen und Organisationen entstanden, die das Zusammenwirken in der Region und ihr Profil gefestigt und gefördert haben. Beispielhaft nannte er den RMV, die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region oder auch die Kultur und Ballungsraum GmbH’s. Das Prinzip der freiwilligen interkommunalen Zusammenarbeit in bedeutsamen regionalen Aufgabenfeldern, auch über Landesgrenzen hinweg, habe sich bewährt und müsse in jedem Fall erhalten bleiben. Er begrüßte es, dass in dieser Frage Einigkeit unter den Fraktionen im Hessischen Landtag herrscht und keine neuerliche Strukturdiskussion geführt wird.

Um im Wettbewerb mit den anderen Metropolregionen in Zukunft bestehen zu können, forderte der CDU-Politiker zunächst eine intensive Abstimmung mit allen Akteuren in der Region aus Politik und Wirtschaft, wo genau die Region im Jahr 2030 ihre Schwerpunkte und ihre Wettbewerbsvorteile, aber auch die Themen der Zukunft, sieht. Die von Seiten der SPD beantragte Internationale Bauausstellung (IBA) könne am Ende dieses Prozesses ein mögliches Format für die Umsetzung sein. Allerdings müssten sich Land und Region erst über die Ziele klar werden, dann die Inhalte festlegen und am Schluss das gemeinsame Format bestimmen. Er forderte daher, nicht mit dem dritten Schritt vor dem ersten zu beginnen und schließt sich damit auch der IHK-Forderung an, eine Zusammenarbeit über konkrete Projekte und Inhalte zu definieren. Ein gemeinsames umsetzungsorientiertes Projekt, z. B. unter dem Titel „Frankfurt/Rhein-Main 2020+“, sollte von Hessen gemeinsam mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Bayern und ggfs. Baden-Württemberg auf den Weg gebracht werden.

Hierzu soll die Landesregierung als Initiator Kontakt mit den Akteuren der Region und den vier Bundesländern aufnehmen. In der Benennung der Themenfelder waren sich nahezu alle Fraktionen einig. Es werde in den nächsten Jahren wesentlich um die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Infrastruktur gehen. Antworten zu finden auf die Fragen, wie wir in diesen Bereichen im Jahr 2030+ leben, wird die Herausforderung an uns alle sein, unterstreicht er. „Land und Region haben in den vergangenen Jahren gemeinsam viel geleistet und so wesentlich zu Wohlstand und Wohlbefinden der Menschen in Frankfurt/Rhein-Main beigetragen. Dies beizubehalten und zu sichern muss die strategische Ausrichtung der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main im gemeinsamen Interesse von uns allen sein“, sagte Kasseckert abschließend.

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