Perspektiven in Sicht – Unterstützung weiter nötig

Kasseckert besucht gesundheitsorientiertes Fitnessstudio

Torsten Gubitzer und Heiko Kasseckert
Torsten Gubitzer und Heiko Kasseckert
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im Hessischen Landtag, der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert, war bei der OptiMum Training GmbH in Bad Nauheim zu Gast, um sich direkt vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation der Fitnessbranche zu machen und den direkten Dialog mit den Betroffenen zu suchen. Das Unternehmen betreibt insgesamt vier gesundheitsorientierte Fitnessstudios in Bad Nauheim, Friedberg Rosbach und Oberursel sowie ein weiteres für leistungsorientiertes Krafttraining ebenso in Bad Nauheim. 

„Die im Laufe der Zeit immer weiter entwickelte Überbrückungshilfe ist mittlerweile ein gutes Instrument der Regierung, um die Umsatzausfälle vorübergehend einigermaßen kompensieren zu können. Schließlich haben wir schon seit dem ersten Lockdown vor einem Jahr in den Zwangsschließungszeiten, die mittlerweile insgesamt fast acht Monate umfassen, keinerlei Beiträge bei unseren Mitgliedern eingezogen,“ so Torsten Gubitzer und seine Ehefrau Anja Gubitzer, die Inhaber von OptiMum Training. Trotz Investitionen in Outdoor-Training, Umbaumaßnahmen für verbesserte Lüftungskonzepte, Apps als Kontrollinstrument der Studioauslastungen für die Mitglieder und sogar vom Gesundheitsamt überprüfter und für „sehr gut“ befundene Hygienekonzepte, mussten die Studios im November 2020 wieder schließen. Mitte März durften auf die einzigartige Initiative von Ministerpräsident Volker Bouffier hin die Studios in Hessen, zusammen mit Niedersachsen als einzige Bundesländer in Deutschland, wieder unter strengen Auflagen öffnen. Durch die bundeseinheitliche Notbremse wurde zwischenzeitlich wieder für 14 Tage geschlossen, doch mittlerweile haben sich im Wetterau- und im Hochtaunuskreis die Inzidenzen so gut erholt, dass die Studiotüren hier wieder geöffnet werden durften. „Das Auf und Zu ist für Unternehmen eine echte Herausforderung. Aber wir hoffen, dass das Schlimmste hinter uns liegt“, sagt Gubitzer hoffnungsvoll.

„Unsere Mitglieder benötigen dringend das gesundheitsorientierte Krafttraining. Besonders unseren älteren Kunden setzt die Trainingsabstinenz sehr zu. Hier kann man starke negative Entwicklungen in der Rückbildung der Muskulatur in den letzten Monaten beobachten. Das ist natürlich gerade bei den Älteren fatal. Da wirkt die von der Regierung gepriesene Gartenarbeit als Ausgleich eher als Katalysator der Probleme und nicht als Allheilmittel“, ergänzen die Studiobetreiber Anja und Torsten Gubitzer. Im Durchschnitt hat die Fitnessbranche Mitgliederrückgänge bis zu 40 % zu verzeichnen. Hier fordert das Ehepaar von der Politik für die betroffenen Branchen ein längerfristiges Konzept. „Die Umsatzsteuer wurde für die Gastronomie richtigerweise bis zum 31. Juli 2021 auf 7 % reduziert. Ein solches Vorgehen benötigt auch die Fitnessbranche sowie alle anderen betroffenen Unternehmenszweige für die Zeit nach der Wiedereröffnung. Es wird noch viele Monate dauern, bis sich wieder ein normales Niveau einpendelt. Wenn unter diesen Voraussetzungen für eine gewisse Dauer keine finanziellen Erleichterungen geschaffen werden, bedeutet dies das Aus für viele kleine Unternehmen. Dann war alles vorher umsonst. Wir hoffen sehr, dass die Politik auch an das „Danach“ denkt und entsprechende Strukturen schafft.“ Diesen Apell nimmt Landtagsabgeordneter Heiko Kasseckert interessiert auf. Er versichert, diesen nicht nur die Fitnessbranche finanziell entlastenden steuerpolitischen Vorschlag der OptiMum–Studioleitung in die CDU-Landtagsfraktion einzubringen.

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