Bund und Land wollen Ende des Diesellok-Zeitalters einläuten

Leikert, Schad und Kasseckert informieren über Elektrifizierung von Bahnstrecken/ Drei Projekte im Main-Kinzig-Kreis

Dr. Katja Leikert, Max Schad, Heiko Kasseckert
Dr. Katja Leikert, Max Schad, Heiko Kasseckert

Das Diesellok-Zeitalter auf deutschen Bahnstrecken soll endlich der Vergangenheit angehören: Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit dem „Bund für Elektrifizierung“ eine Schienen-Elektrifizierungsstrategie vorgelegt. Wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert sowie ihre Landtagskollegen Heiko Kasseckert und Max Schad informieren, sollen im  Main-Kinzig-Kreis in den kommenden Jahren davon drei Strecken profitieren: Die Niddertalbahn (Bad Vilbel – Glauburg/Stockheim), die Bahnstrecke Gießen – Gelnhausen sowie die Odenwaldbahn (Erbach – Hanau).

Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen für die Elektrifizierung der Niddertalbahn, im Volksmund auch „Stockheimer Lieschen“ genannt. Das Land Hessen hat das Vorhaben zur Finanzierung zum Bundesprogramm „Bund für Elektrifizierung, Säule GVFG“ bereits angemeldet. Zudem hat das Land Hessen angekündigt, die Planungskosten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke in Höhe von 11,8 Millionen Euro zu übernehmen. Unter anderem soll die Strecke zwischen Büdesheim und Kilianstädten zweigleisig ausgebaut werden. Der Ausbau soll nach bisheriger Planung bis 2027 abgeschlossen sein.

Die Elektrifizierung der Strecke Odenwaldbahn ist ebenfalls für 2027 vorgesehen; für die Strecke Gießen – Gelnhausen ist das Jahr 2037 avisiert.

Ausdrücklich begrüßen Leikert, Kasseckert und Schad zudem die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, die Kriterien für den Anschluss der Trassen an das Stromnetz zu vereinfachen. Entsprechende Vorhaben scheitern bislang häufig daran, dass sie in der Wirtschaftlichkeitsprüfung durchfallen. Der Umweltschutz soll daher nach dem Willen Scheuers in der Bewertung künftig mehr Gewicht bekommen. „Nicht nur unter Klimaschutzaspekten setzen wir uns für einen Ausbau der Schieneninfrastruktur im Main-Kinzig-Kreis ein. Jeder Pendler, der in den Stoßzeiten Richtung Frankfurt bzw. am Abend in umgekehrter Richtung unterwegs ist, weiß, dass unsere Straßen in einigen Abschnitten kurz vor dem Kollaps stehen. Ein gut ausgebautes Schienennetz, auf dem mehr Züge in engeren Zeittakten verkehren können, schafft die dringend notwendige Entlastung, von der die Menschen im Main-Kinzig-Kreis ganz konkret profitieren werden“, so die drei CDU-Politiker.

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