Presse
18.03.2019, 17:43 Uhr
Flughafen Frankfurt ist der Wachstumsmotor für Hessen
  • Vielzahl von Erfolgen bei Fluglärmverringerung erzielt, aber weitere Entlastungen bleiben auch in neuer Wahlperiode unser Ziel
  • Vereinbarung zu Lärmobergrenzen, ihre Festlegung im Landesentwicklungsplan oder die Lärmpausen sind wichtige Erfolge
  • Einsatz lärmärmerer Maschinen beschleunigen und Zahl der Verspätungslandungen verringern als weitere Maßnahmen
  • Auch in Zukunft alles technisch Mögliche, ökonomisch Vertretbare und rechtlich Zulässige tun, um Fluglärmbelastung zu verringern

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) hat heute in Frankfurt ihr Verkehrsforum zum Thema „Luftverkehrsstandort Hessen: Was erwartet die Wirtschaft nach der Regierungsbildung in Hessen?“ veranstaltet. In der Diskussion erklärte der luftfahrtpolitischer Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Heiko Kasseckert:

„Der Flughafen Frankfurt ist nicht nur Deutschlands größter lokaler Arbeitsplatz. Er ist auch der Herzmuskel der Hessischen Wirtschaft und damit auch ein Erfolgsfaktor für den Standort Hessen. Am Flughafen Frankfurt arbeiten rund 81.000 Menschen aus der Region. Diesen Menschen, die am Flughafen ihren Lebensunterhalt verdienen, eine Familie ernähren, vielleicht sogar endlich wieder einen Job gefunden haben, als Lagerist, als Gepäck- oder Bodenabfertiger oder im Sicherheitsdienst, müssen wir ebenso gerecht werden, wie der Krankenschwester, dem Facharbeiter oder den Schulkindern, die in der Region wohnen und ein Anrecht darauf haben, dass wir alles dafür tun, um die Belastungen des Flughafens so gering wie möglich zu halten. Nur so erreichen wir auch im Umland die nötige Akzeptanz für eine weitere Entwicklung des Flughafens. Im Interesse der Region muss die Luftverkehrswirtschaft daher alles technisch Mögliche, ökonomisch Vertretbare und rechtlich Zulässige tun, um für eine Fluglärmverringerung zu sorgen.

Wir haben in der vergangenen Legislaturperiode eine Vielzahl von Schritten zur Verringerung der Lärmbelastung erfolgreich umgesetzt. Die 2016 in den Regelbetrieb überführten Lärmpausen entlasten viele Menschen in der Region zuverlässig und weitgehend planbar. Seit Ende März 2017 können auf allen drei Landebahnen Flugzeuge mit Hilfe der satellitengestützten GBAS-Technik landen. Sie erlaubt ein noch exakteres An- und Abfliegen. Hierdurch können Anflüge mit einem steileren, lärmverringernden Winkel durchgeführt werden. Des weiteren wurden die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich die Flugzeuge auch unter schwierigen Wind- und Wetterbedingungen sehr viel genauer an die vorgegebene Fluglinie halten können. Schließlich wurde Ende 2017 die Einführung einer Lärmobergrenze vereinbart. Das sind gute Beispiele für die praxisorientierte Arbeit der alten und neuen Koalition. Während andere aus ideologischem Antrieb heraus ihre alten Auseinandersetzungen pflegen, handeln wir im Interesse der Menschen in der Region.

Wir wollen uns jedoch nicht auf diesen erfolgreichen Projekten ausruhen, sondern unsere Flughafenpolitik auch in dieser Legislaturperiode im Interesse der Region fortsetzen. Dazu gehört zum einen die Umsetzung der Anfang 2018 durch das Forum Flughafen & Region vorgestellten Überlegungen unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Konsultationsverfahren vor Ort. Zudem wollen wir erreichen, dass die wenigen veralteten, lauteren Flugzeugmuster nach Möglichkeit schon bald nicht mehr am Flughafen Frankfurt starten oder landen. Einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer Verringerung der Fluglärmbelastung kann eine weitere Flottenerneuerung leisten, für die wir zusätzliche Anreize für die Luftverkehrsgesellschaften schaffen wollen. Schließlich wollen wir gemeinsam mit der Fraport AG prüfen, inwieweit etwa eine deutliche Erhöhung der lärmabhängigen Landeentgelte einen Beitrag zur Einhaltung der 2300 Uhr-Grenze leisten könnte.

Der Flughafen ist bei allen Herausforderungen ein enormer Standortvorteil für ein exportorientiertes Land wie Hessen und das Rhein-Main-Gebiet. Die Chance, die darin liegen, müssen wir umsichtig nutzen: Dafür setzen wir uns auch in den kommenden fünf Jahren ein.“

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