Presse
05.06.2018, 11:19 Uhr
Bahnstrecke Frankfurt-Fulda
CDU-Landtagsabgeordnete treffen sich mit Bahnvertretern
Das Pilotprojekt zwischen der Deutschen Bahn und dem Land Hessen, schon frühzeitig für den Aus-/Neubau der Strecke Hanau-Würzburg/Fulda eine breite Bürgerbeteiligung durchzuführen, neigt sich dem Ende zu. Von Juli 2014 an haben sich im sogenannten Dialogforum Vertreter von Kommunen, Landkreisen, Verbänden, Bürgerinitiativen, Abgeordneten und Mitarbeitern von Ministerien getroffen und die einzelnen Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen für die Neubautrasse durch das Kinzigtal erörtert. Gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, trafen sich jetzt die von der Bahnstrecke zwischen Hanau und Fulda betroffenen CDU-Abgeordneten mit dem Konzernbevollmächtigten und dem Projektleiter der Deutschen Bahn. Gleich zu Beginn des Gesprächs dankte Michael Boddenberg für die Dialogbereitschaft der Bahn und bezeichnete das Pilotprojekt schon jetzt als Erfolg. Im Laufe des Prozesses wurden verschiedene Trassenvarianten für die Strecke Hanau-Würzburg/Fulda erarbeitet, geprüft und bewertet. Der zuständige Projektleiter, Bert Bohlmann, berichtete, dass über 130 Varianten abgeschichtet und geprüft wurden. Intensiv wurden zuletzt die Bewertungsergebnisse von 13 möglichen Varianten gegenübergestellt. Außerdem hatte man sich in der letzten Sitzung darauf verständigt, auch die sogenannte Gorissen-Variante als Variante VIII vor einer endgültigen Entscheidung zu prüfen. Aus dem Bewertungsergebnis haben sich bisher als mögliche Trassen die Varianten IV und VII herauskristallisiert. Unter Einbeziehung der noch ausstehenden Variante VIII, deren Ergebnisse am 8. Juni 2018 im Dialogforum vorgestellt werden, plant die Bahn die Bekanntgabe der endgültigen Trassenfestlegung für den 15. Juni 2018.

Die Abgeordneten mit den Vertretern der Deutschen Bahn
An der Notwendigkeit über den Ausbau der Bahnstrecke bestanden in dem Gespräch keinerlei Zweifel. Durch den Ausbau erhält der schon jetzt hoch belastete Knoten Frankfurt mehr Kapazität und erreicht eine höhere Pünktlichkeit im Bahnverkehr. Aber nicht nur Reisende im Fernverkehr profitieren von der ca. 7 Minuten schnelleren Verbindung zwischen Frankfurt und Fulda. Durch den Ausbau der Strecke entstehen freie Kapazitäten für mehr und verbesserte Nahverkehrsangebote auf der Kinzigtalbahn, wovon besonders die täglichen Pendler in dem Ballungsraum profitieren werden, unterstreichen die CDU-Vertreter. Durch den Variantenvergleich sei eine objektive Abwägung der Interessen von Mensch und Natur – und zwar in dieser Reihenfolge – möglich. Die beiden Fuldaer CDU-Abgeordneten, Dr. Walter Arnold und Markus Meysner berichteten von der Forderung der Region Fulda auf Umsetzung der Variante IV. Bei allen übrigen Varianten seien nach ihrer Auffassung zu starke Belastungen für Kommunen zu befürchten, die schon vom Bau der Autobahn stark betroffen sind. Bei der Gesamtbaumaßnahme handelt es sich um eine zwischen 40 und 50 km langen Neubaustrecke, die je nach Vorzugsvariante rund 28 km in Tunnelbauwerken verläuft, für weitere ca. 4 oder 5 km sind Brückenbauwerke notwendig. Eines der notwendigen Brückenbauwerke bei der Variante IV ist für die Kinzigtalsperre vorgesehen. Hier haben die Vertreter aus dem Main-Kinzig-Kreis, Michael Reul und Heiko Kasseckert, noch einmal dringend Alternativprüfungen gefordert. In dieser Alternativenprüfung befinde sich die Bahn derzeit, so Bert Bohlmann. Während mit Spannung die Entscheidung der Bahn erwartet wird, forderten die CDU-Politiker Überlegungen für begleitende Maßnahmen an der Strecke. So seien die Verbesserung von Lärmschutz, der Aus- und Umbau von Bahnhöfen, die Verringerung von Belastungen während der Bauzeit und die Verbesserung der Nahverkehrsangebote zwingende Voraussetzung für die Akzeptanz einer solch großen Maßnahme in der Bevölkerung. Nach Abschluss der Voruntersuchung und der Festlegung auf eine Trasse schließt sich das formale Raumordnungsverfahren und daran ein Planfeststellungsverfahren an. Heiko Kasseckert, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU im Hessischen Landtag, unterstrich seine Sorge, dass trotz der intensiven Vorbereitung am Ende der Planung individuelle Klagen die Realisierung des Projektes in weite Ferne rücken lassen könnte. Er erneuerte abermals seine Forderung nach einem Planungsbeschleunigungsgesetz, ähnlich der Infrastrukturprojekte Deutsche Einheit. Wichtige Großprojekte würden damit durch den Deutschen Bundestag beschlossen und können in kürzeren Planungs- und Umsetzungszeiten realisiert werden. Derartige Vorschläge sollen Gegenstand eines Gesprächs, gemeinsam mit der CDU-Bundestagsabgeordneten, Frau Dr. Leikert, im Bundesverkehrsministerium sein.

 

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