Presse
27.04.2018, 14:46 Uhr
Eltern sind die Gewinner
Kolumne Hanauer Anzeiger, 28.04.2018

In den Zeiten des demografischen Wandels ist die Begeisterung für Familie und Kinder eine wichtige Voraussetzung. Unsere Gesellschaft braucht junge Menschen und damit auch die Liebe zum Kind. Leider stehen heute allzu oft die Ansprüche von Familie und Beruf im Widerstreit. Doch es hat sich viel getan, um jungen Frauen und Männern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Fast 100 % der 3-jährigen besuchen heute schon einen Kindergarten. Mit dem Ausbau der Angebote für die Betreuung von unter 3-jährigen Kindern wurde in den letzten Jahren ein weiterer Schritt gemacht, um die Babypause nach der Geburt eines Kindes, wenn gewünscht, auch kurz halten zu können. Persönlich schätze ich die Betreuung der Kinder in der Familie, möglichst bis zum Eintritt in das Kindergartenalter. Aber ich habe auch Verständnis für das Modell Familie und Beruf, das den Ausbau der Betreuungsangebote notwendig macht.

Dieser Bedarf an Betreuung besteht auch nach der Kindergartenzeit. Das Land Hessen bietet den Eltern mit dem Ausbau des Ganztagsprogramms „Pakt für den Nachmittag“ ein freiwilliges und den Bedürfnissen vor Ort angepasstes Bildungs- und Betreuungsangebot von 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr. Endlich ist auch der Main-Kinzig-Kreis dem Pakt beigetreten und hat seine ideologische Blockadehaltung abgelegt, auch wenn die SPD nach wie vor an ihrem Radikalkonzept einer Zwangsumwandlung von Grundschulen in gebundene Ganztagsschulen mit einer 40-Stunden-Woche festhält. Wir wollen freiwillige, vielfältige und bedarfsgerechte Angebote und lehnen staatliche Zwänge ab. Eltern sollen über das von ihnen gewünschte Angebot selbst entscheiden. Wichtig ist, dass sich nun auch die Grundschulen bewegen und an dem Angebot des Landes teilnehmen.

Freuen dürfen sich in diesen Tagen aber besonders die Eltern von Kindergartenkindern. Das Land Hessen übernimmt ab dem 1. August 2018 für bis zu sechs Stunden die Kita-Beiträge. Damit sparen die Eltern beim Besuch ab dem dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt ihrer Kinder rund 5.000 Euro. Zudem werden weitere Mittel für die Qualitätsverbesserung in den Kitas bereitgestellt. Mehr und bessere Betreuungsmöglichkeiten und der Verzicht auf Beiträge im Kindergarten. Kein Zweifel: Eltern sind die Gewinner der Stunde. Gut so!

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