„Es muss geliefert werden“

Gastkolumne Hanauer Anzeiger

Bild von Tumisu auf Pixabay
Bild von Tumisu auf Pixabay
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden uns noch lange beschäftigen. Der Start der Impfungen ist dabei ein erster Grund zu Optimismus. Auch wenn zu Beginn noch nicht alles hundertprozentig rund gelaufen ist - was bei einer Terminvergabe für 400.000 Menschen fast vorhersehbar war - leistet jeder nach Kräften seinen Beitrag. Jede Impfung ist ein Erfolg, der uns auf dem Weg der Pandemiebekämpfung nach vorne bringt. Mit zunehmender Menge an Impfstoffen und der entsprechenden Impfbereitschaft werden wir die Pandemie besser in den Griff bekommen und hoffentlich bald zu einer neuen Normalität zurückkehren können.

Ob wir wirtschaftlich genauso zuversichtlich sein dürfen, hängt stark davon ab, ob der Staat die zugesagten Hilfen auch liefern kann. Aktuell leiden viele Branchen weiter massiv unter den Folgen der staatlichen Eingriffe. Was fehlt, ist eine schnelle Auszahlung des Geldes. Hier drängt die Zeit. Rücklagen sind aufgebraucht, und die Nerven liegen blank. Verzögerungen bei der Auszahlung durch IT-Probleme des Bundes dürfen nicht länger auf den Schultern der Betroffenen ausgetragen werden. Auch sollen all jene Unternehmer nicht leer ausgehen, die in der Krise innovativ agiert und neue Konzepte angeboten haben, aber deshalb unter die antragsberechtigten Schwellenwerte rutschen. Viele haben in der Krise laufende Kosten, aber kaum Einnahmen. Wird dann noch jede Eigeninitiative bestraft und die versprochenen Hilfen Monate später ausgezahlt, kann es schlicht zu spät sein, um die Betriebe noch zu retten.

Bei aller Unterstützung zur Abfederung der Krise dürfen wir aber nicht zulassen, dass sich unsere Wirtschafts- und Finanzordnung dauerhaft verändert. Die Soziale Marktwirtschaft ist die Basis von Wohlstand und Stabilität unseres Landes. Darin ist der Staat aus gutem Grund nur Schiedsrichter, nicht Akteur und schon gar nicht Unternehmer. In die Politik kehrt hingegen derzeit eine erschreckende Staatsgläubigkeit ein. Wir brauchen nicht mehr Staat, sondern mehr Freiheit!

 

Inhaltsverzeichnis
Nach oben