Die Schwächsten nicht vergessen

Das Jahr 2019 neigt sich langsam dem Ende zu, das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Traditionell richtet man an dieser Stelle einen Blick zurück und formuliert die Wünsche für das neue Jahr. Ich will es diesmal anders machen und die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken, das über das Jahr hinweg in der Flut von Nachrichten und im Überbieten von Vorschlägen, wie Deutschland die Welt und das Klima retten kann, einfach untergehen.

Ich rede von häuslicher Gewalt, Kinderpornographie und sexuellem Kindesmissbrauch. Kein schönes Thema zur Weihnachtszeit. Aber vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit für den Appell, dass wir in unserer Gesellschaft viel mehr aufeinander achtgeben und Verantwortung für die Schwächeren und schwächsten Glieder in unserer Mitte übernehmen müssen, wir nicht wegschauen dürfen, sondern vor allem als Staat schärfere Maßnahmen und Strafen zum Schutz der Kinder durchsetzen müssen. Kinderpornographie und Kindesmissbrauch dürfen nicht länger als ein Vergehen eingestuft werden, sondern müssen als Verbrechen hart bestraft werden. Es ist eine dramatische Straftat, mit der die Kinder um ihr ganzes Leben betrogen werden. Das Strafmaß bildet dieses Drama für die jungen Menschen bei weitem nicht ab. Und besonders bei der Ermittlungsarbeit im Internet dürfen wir nicht mit dem Ruf nach Datenschutz den Tätern das Abtauchen in die Dunkelheit des Netzes durchgehen lassen.

Aufgerufen sind wir aber alle. Wir alle kennen Greta, und wissen oft den Namen unserer Nachbarn nicht. Wir trauen uns zu, die Welt zu retten, aber wir schauen beschämt und mutlos weg, wenn es in unserer Nachbarschaft oder in der Familie zu Gewalt oder Kindesmissbrauch kommt. So ist mein Wunsch für das neue Jahr, dass wir uns innerlich aufrütteln und aufrichtig unsere freie Gesellschaft schützen und bewahren. Und dafür kann uns der Zauber der Weihnacht die nötige Kraft verleihen. Allen ein frohes Fest!

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