Kasseckert zieht positive Bilanz zur USA-/Kanada-Reise

Heiko Kasseckert mit Ministerpräsident Volker Bouffier
Heiko Kasseckert mit Ministerpräsident Volker Bouffier
Der CDU-Landtagsabgeordnete, Heiko Kasseckert, reiste im Rahmen einer hessischen Delegationsreise unter der Leitung von Ministerpräsident Volker Bouffier nach USA und Kanada. Die Teilnehmer der Delegation hatten sich in New York, Toronto, Milwaukee und Chicago mit verschiedenen Themen aus Wirtschaft und Wissenschaft auseinandergesetzt.

In New York standen neben einem Gespräch mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen vorwiegend Finanzmarktgespräche auf dem Plan. Dort traf die Delegation mit Vertretern von amerikanischen Großbanken zusammen, die insbesondere vor dem Hintergrund des Brexit und den damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen für die Finanzbranche an der Zusammenarbeit mit Hessen interessiert sind. „Der Finanzplatz Frankfurt habe zunehmend gute Chancen, von den Veränderungen in hohem Maße zu profitieren“, so Kasseckert. Aber auch für die hessischen Unternehmen, deren Wirtschaftsleistung zu über 60 % in den Export fließt und die USA Hessens größter Handelspartner ist, war die Unterstützung durch den hessischen Ministerpräsidenten wichtig. Hessen zeigt dabei das Interesse an der Aufrechterhaltung guter Handelsbeziehungen nach Amerika und Kanada. Dies hat der Besuch bei einem kanadischen Unternehmen gezeigt, das im Wesentlichen auf Steuerungselemente eines mittelhessischen Elektronikbetriebes zurückgreift, um künftig die Stromversorgung auch in der Fläche Kanadas mit großen Akkubatterien sicherzustellen. Hier zeigt sich, so Kasseckert, dass deutsche Technik- und Ingenieurskunst weltweit immer noch hoch im Kurs stehen. Auch die Themen Fachkräftemangel und Einwanderung wurde besprochen. Beim Besuch einer Einwanderungsschule wurde schnell klar, wo die Unterschiede zu Deutschland liegen. Kanada ist seit vielen Jahrzehnten ein Einwanderungsland und definiert in einem Einwanderungsgesetz die Voraussetzungen zur Einreise nach Kanada. Dazu zählen vor allem der Erwerb der Sprache und das Einhalten von Regeln des Zusammenlebens – Kanada ist ein offenes Land. Wer dazu aber nicht bereit ist, muss gehen, hieß es bei den Verantwortlichen. Vielversprechende Kontakte wurden auch auf der Ebene der Wissenschaft geknüpft. Insgesamt fünf Universitätspräsidenten waren Teil der Delegation und konnten im Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in Toronto und Madison, einer Stadt in der hessischen Partnerregion Wisconsin, neue Felder der universitären Zusammenarbeit aufnehmen und feststellen, dass die hessischen Wissenschaftsstandorte inzwischen auch international einen hohen Ruf genießen.

Die Reise führte zuletzt nach Chicago, wo sich am Beispiel des deutschen Unternehmens, der Firma TRUMPF Smart Factory, zeigte, wie sich deutsche Unternehmen erfolgreich auch in den Staaten etablieren können. „Dort spielen Zuverlässigkeit, Präzession und Qualität immer noch eine große Rolle“, stellte Kasseckert fest. Dies wurde am Unternehmensstandort der Firma TRUMPF deutlich. Das Unternehmen konstruiert dort auf höchstem Niveau Produkte zur Metallverarbeitung. Großer Vorteil ist vor allem die Nähe zu den Kunden in den USA, betont der dortige, aus Deutschland stammende, Geschäftsführer Markus Zimmermann. Wer in Chicago ist, kommt an dem Thema Sicherheit nicht vorbei. Chicago, einst die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate in den Vereinigten Staaten, hat sich gewandelt. Vertreter der Chicago Police berichteten, wie die dortige Polizeiarbeit heute mit Hilfe digitaler Überwachungstechniken verbessert werden konnte. So werden in Chicago derzeit ca. 5.000 Videokameras von Seiten der Polizei eingesetzt. Allerdings kann die Polizei auch Zugriff auf private Videogeräte nehmen, sodass sich die Zahl insgesamt auf ca. 30.000 bis 40.000 Kameras in Chicago erhöht. Ergänzt werden sie durch akustische Mikrofone im Straßenraum. „Das war eine beeindruckende Darstellung“, so Kasseckert, der daran erinnert, dass im Vergleich in Frankfurt nur an fünf Stellen ca. bis zu 30 Kameras existieren.

Unter dem Strich zieht der CDU-Landtagsabgeordnete eine positive Bilanz der USA-Reise. Es wurde bei allen Gesprächen deutlich, dass die Amerikaner großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Deutschland und dem europäischen Wirtschaftsraum legen. Insbesondere vor dem Hintergrund sich zuspitzender Verschärfungen in den Handelsbeziehungen der USA zu Europa und Asien sind die Signale und der Wunsch nach intensiver Zusammenarbeit in der Realwirtschaft spürbar. Die Politik müsse alles daransetzen, dass gute Rahmenbedingungen für hessische und deutsche Unternehmen in diesen Märkten auch weiterhin bestehen bleiben.

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