Kurz notiert
27.09.2018, 13:54 Uhr | Heiko Kasseckert
Sicherheit steht im Vordergrund
Kasseckert: Berufsfeuerwehr professionalisiert die Gefahrenabwehr

Der örtliche Brandschutz und die Gefahrenabwehr gehören zu den wichtigsten Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung. In den allermeisten Städten und Gemeinden Hessens wird dies durch ehrenamtliche Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, teilweise durch hauptamtliche Kräfte unterstützt, sichergestellt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert unterstreicht, dass ohne das Ehrenamt das gesamte Rettungswesen und der Katastrophenschutz nicht darstellbar wären. In Hessen sind über 70.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte in 2.430 Feuerwehren aktiv.

Wiesbaden/Hanau -

Die Hessische Landesregierung unterstützt den Brandschutz in Hessen in noch nie dagewesenem Umfang, um die wichtige Arbeit vor Ort entsprechend zu würdigen. Mit rund 27 Millionen Euro wurden im Jahr 2018 so viel wie noch nie binnen eines Haushaltsjahres in die Förderung von Feuerwehrfahrzeugen und -häusern investiert. Mit dieser Summe investiert das Land weitere fünf Millionen Euro mehr in die Brandschutzförderung als im bisherigen Rekordjahr 2017, in dem mit Investitionen in Gesamthöhe von rund 22 Millionen Euro eine Bewilligungsquote von über 90 Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmen erreicht wurde. Auch in den kommenden Jahren werden die Feuerwehren in Hessen mit Rekordmitteln bedacht. Für 2019 steht eine Garantiesumme von 40 Millionen Euro zur Verfügung, die sicherstellen wird, dass erneut eine hohe Förderquote erfüllt werden kann und den Stellenwert und die Notwendigkeit des Brandschutzes unterstreicht.

Den jüngsten Vorstoß von Oberbürgermeister Kaminsky, zum 1. Januar 2021 die Hanauer Feuerwehr als Berufsfeuerwehr zu führen, bewertet der Landtagsabgeordnete als einen logischen Schritt in Folge des stetigen Wachstums der Stadt. Schon heute verfüge die Stadt Hanau mit dem Gefahrenabwehrzentrum in Hanau/Lamboy über einen professionell geführten Stützpunkt mit vielen hauptamtlichen Kräften. Die Hanauer Bürgerinnen und Bürger können auf eine gut ausgebildete Wehr vertrauen. Allerdings seien die Aufgaben in den letzten Jahren immer mehr gewachsen. So sei etwa durch die Zunahme des Verkehrs im Ballungsraum auch eine Steigerung der Einsätze und eine immer weiter steigende Anforderung an technische Hilfeleistungen notwendig. Außerdem verzeichne der östliche Ballungsraum, und hier insbesondere die Stadt Hanau, durch die zivile Nutzung der ehemaligen militärischen Konversionsflächen einen starken Bevölkerungszuwachs. Auch dadurch ergebe sich die Notwendigkeit einer Stärkung der örtlichen Feuerwehr.

Das Gesetz sieht ab einer Einwohnerzahl von über 100.000 Einwohnern die Führung der Feuerwehr als Berufsfeuerwehr vor. Der jetzige Schritt von Oberbürgermeister Kaminski ist in Kasseckerts Augen nur folgerichtig, um rechtzeitig auf die steigenden Anforderungen vorbereitet zu sein, auch wenn die Hanauer Feuerwehr schon heute über einen hohen Anteil hauptamtlicher Kräfte, die zudem auf besondere Aufgaben spezialisiert sind, verfügt.

Bestandteil dafür sei auch die hervorragende Ausstattung der Hanauer Feuerwehr, die neben Brandschutz auch verschiedene technische Hilfeleistungen bis hin zur Höhenrettung oder Chemieunfälle bewältigen kann. Das Land Hessen erkennt die Bedeutung des Hanauer Feuerwehrstützpunktes bereits an. So hat sich das Land Hessen bei der jüngsten Anschaffung, dem Feuerlöschboot, bereits mit zwei Dritteln an den Kosten, insgesamt also mit rund 1 Mio. Euro, beteiligt. „Das ist die höchste Einzelförderung, die wir bislang im Land Hessen vorgenommen haben“, betont Kasseckert. Auch hier werde die überörtliche Bedeutung honoriert.

Der Landtagsabgeordnete sieht außerdem auch für das Umland eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch eine Berufsfeuerwehr. Keineswegs dürfe es zu einer Herauslösung der Berufsfeuerwehr aus dem Gefahrenabwehrkonzept des Main-Kinzig-Kreises kommen. Dies sei auch nicht beabsichtigt. Im Gegenteil, der Main-Kinzig-Kreis und die übrigen Wehren werden von einer professionell geführten Berufsfeuerwehr Hanau ebenso profitieren, wie umgekehrt die Berufsfeuerwehr auf die Mithilfe der freiwilligen Stadtteilfeuerwehren, aber auch der umliegenden Feuerwehren der Städte und Gemeinden, angewiesen ist. Kasseckert hofft, dass den Bürgerinnen und Bürgern, die auf den Schutz der Rettungskräfte vertrauen können, die Bedeutung des Brandschutzes bewusst ist.  

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