Kurz notiert
28.04.2017, 13:52 Uhr | Heiko Kasseckert
Hessen dynamisch weiterentwickeln
Kolumne Stadtjournal Mai 2017
„Nur wer einen Kompass hat, kann sich in die richtige Richtung bewegen“. Das ist auch das Prinzip des Landesentwicklungsplanes Hessen. Der Landesentwicklungsplan (LEP) ist das wichtigste Instrument der Landesplanung. Er gilt für ganz Hessen und ist die rechtliche Grundlage der Regionalpläne, die in den Regionalversammlungen beschlossen werden. Auf Grundlage der Pläne werden beispielsweise Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen, aber auch über die Trassen von neuen Stromleitungen und Flächen für die Windenergie entschieden.
Wiesbaden/Hanau -

Jeden Tag verschwinden in Hessen rund 3 Hektar unbebaute Fläche (ca. 6 Fußballplätze), weil neue Gewerbe- oder Wohngebiete ausgewiesen oder Straßen und andere Infrastruktur ge- oder ausgebaut werden. Seit 2014 hat die Landesregierung das Ziel, diesen Flächenverbrauch auf 2,5 Hektar pro Tag zu verringern. Deshalb sollen Städte und Gemeinden zunächst freie oder brachliegende Flächen im Innenbereich nutzen, bevor sie neue Gebiete zur Bebauung auf der so genannten "grünen Wiese" ausweisen. So soll es u. a. leichter werden, in leerstehenden Gewerbe- und Industriegebieten gerade in den Ballungsgebieten dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.

Aber auch neue Themen und Herausforderungen, wie der Breitbandausbau oder die Windenergie, sind hinzugekommen. „Der LEP soll Leitplanken setzen - was Städte und Gemeinden in Hessen vor Ort besser entscheiden können, muss auch weiterhin dort entschieden werden. Übertriebene Detailsteuerung oder Regelungswut haben hier keinen Platz. Der Plan gibt sowohl den Kommunen im Ballungsraum wie auch den Kommunen im ländlichen Raum gleichermaßen Wachstumsmöglichkeiten. Schließlich soll auch die Frage der Fluglärmbelastung im LEP neu justiert werden. Von der Einführung einer Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt werden Bevölkerung und die Luftverkehrsseite profitieren.

Der LEP wird Grundstein für eine weitere dynamische Entwicklung Hessens als Wohn- und Wirtschaftsstandort sein und dabei Ökonomie und Ökologie miteinander verbinden.

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