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Kurz notiert
03.02.2018, 11:04 Uhr | Heiko Kasseckert
Familiennachzug ist das falsche Signal
Kolumne Hanauer Anzeiger, 03.02.2018

Die Diskussionen um den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte nehmen in den Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD in Berlin großen Raum ein. Dabei werden vielstimmige Erklärungen abgegeben. Wechselseitige Belehrungen und ein Zerrbild von angeblichen Fakten versperren oder vernebeln eine sachliche Problemlösung. Es geht nicht um die Frage, ob der Familiennachzug tatsächlich zur Integration beiträgt.

Wiesbaden/Hanau -

<p>Es gibt gute Gründe, warum der Familiennachzug für die subsidiär Schutzberechtigten abzulehnen ist. Der Familiennachzug fördert gerade Parallelgesellschaften und sendet zudem das falsche Signal an Menschen in ihren Heimatländern. So werden zum Beispiel viele Kinder nur als Türöffner nach Deutschland geschickt. Die Großfamilie organisiert das Geld für die Flucht in der Hoffnung, dass sie nachgeholt werden kann. Ist die Familie dann hier, gibt es für sie keine Notwendigkeit zur Integration in unsere Gesellschaft. Mit der Familie wird aber auch das Wertesystem eines völlig anderen Kulturkreises importiert. So gilt im Islam das System der Herrschaft der Männer. Der Mann hat das Recht auf bis zu vier Ehefrauen. Von Gleichberechtigung von Mann und Frau ist man weit entfernt. Mädchen werden oft früh verheiratet und werden bereits als Kinder Mütter. Einem Syrer nun den Nachzug seiner Zweitfrau nach Deutschland zu gewähren, macht deutlich, dass wir im Umgang mit der Flüchtlingsfrage und unter dem Mantel der Humanität unseren Kompass zu verlieren drohen. Auch wenn das erst ein Einzelfall war. Er führt dazu, dass sich Menschen von der Politik abwenden und der Zuspruch für die demokratischen Parteien immer mehr erodiert. Wir wollen denjenigen, die von Krieg und Terror bedroht und verfolgt sind, Schutz gewähren. Aber wir dürfen nicht noch unterstützen, dass sich in Deutschland eine Parallelgesellschaft etabliert, die mit unserer christlich-abendländischen Kultur nur sehr wenig verbindet. </p>

 

<p>In Wirklichkeit geht es in Berlin darum, dem Willen der SPD-Parteitagsdelegierten gerecht zu werden, denen die Parteiführung – um überhaupt eine hauchdünne Mehrheit für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu erhalten – Nachbesserungen versprochen hat. Eine klare Mehrheit der Deutschen ist gegen den Familiennachzug bei subsidiär Schutzberechtigten. Was ist daran also so schwer, eine Politik an den Interessen der eigenen Bevölkerung auszurichten?</p>